Auszüge aus dem Editorial des DULV info bezgl. Vol libre in Deutschland

Hier mal ein Auszug aus dem Editorial der aktuellen DULV info. Da ich die Informationen für sehr wichtig halte habe ich mir erlaubt diese hier mal in Auszügen zu veröffentlichen.

Jo Konrad – DULV info Ausgabe 4/2013 hat geschrieben:
Für Freies Fliegen – Weg mit dem Luftdruck

…Ich biete dem Ersten 50 Euro (natürlich aus privatem Säckel), der mir z. B. die amtliche Fassung der Lufttüchtigkeitsforderungen für Motorschirme (PPG Technical Requirements, vergleichbar mit unserem NfL) aus einem europäischen Land, dessen Südgrenze südlich des Haldenwanger Ecks liegt, bringt. Der geneigte Leser kann das jetzt für einen dämlichen Witz halten. Isses aber nicht! Man fragt sich doch bei uns, wie fliegen die denn? Ohne technische Vorgaben, ohne Musterprüfung, ohne Zulassung? Ich weiß es nicht….

…Die eigentliche Frage gilt doch der Sicherheit. Wie sicher sind denn die ausländischen Geräte? Das weiß niemand….

…Gerade der DULV ist hierzulande unter Motorschirmpiloten regelrecht verpönt mit seiner dämlichen Musterprüfung. Der DULV schränkt ja geradezu alle Freiheiten des Motorschirmpiloten ein. Ausgerechnet die tollen Spielsachen erfüllen einfach nicht die Lufttüchtigkeitsforderungen. Das liegt aber nicht an den Fluggeräten und auch nicht an den Lufttüchtigkeitsforderungen, sondern am DULV. Dessen Treiben hat das Verkehrsministerium jetzt aber ein Ende gemacht. Seit 1. März dieses Jahres gibt es den § 11 LuftGerPV und den Absatz 4:
„Muster- oder Gerätezulassungen eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind unmittelbar gültig und ersetzen die Prüfung nach den Absätzen 1 und 2 [Anm.: das meint die Musterprüfung nach deutschem Recht]“
Ich muss zugeben, als ich den Absatz das erste Mal im Entwurf las, dachte ich noch: Oups, da fehlt mir jeglicher Hinweis auf die Vergleichbarkeit mit dem deutschen Schutz- und Sicherheitsniveau. Aber mehr und mehr freue ich mich darüber und verteidige diesen Absatz öffentlich und privat. Es wird zwar jetzt einen run auf europäische Papiere und Nachweise geben (auch auf die Leute, die schon mal sowas gesehen haben). Aber der DULV ist jetzt fein raus. Wir werden weiterhin nach deutschem Recht (und unseren Standards) prüfen und einfach weiterhin behaupten, dass wir mit unserem „Gütesiegel“ den Markt für die braven Familienväter bedienen, die eben keine Experimente am Himmel machen wollen. Wo DULV drauf steht wird weiterhin DULV drin sein. Aber von uns wird definitiv keiner abgehalten nach seiner Facon glücklich zu werden. Ab jetzt braucht keiner mehr neidvoll nach Frankreich zu schielen. Jetzt haben wir auch Vol Libre (wörtlich). Sollten dabei keine Unfälle passieren, werden wir die ersten sein, die sich darüber freuen. Sollten doch Unfälle passieren – werden wir unsere Fahne nur noch höher tragen.

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2 Antworten zu Auszüge aus dem Editorial des DULV info bezgl. Vol libre in Deutschland

  1. Jens Tamke schreibt:

    Man muss eben nur zwischen den Zeilen lesen können.

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